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Rundbrief 06 - 2023


PlagemannHerzlich willkommen zu meinem Newsletter im Juni.

Die Uhren sind wie das Wetter momentan: mal hell mal dunkel.

Aber doch immer wieder schön.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!


ES GRÜSST SIE

Uhrmachermeister Plagemann

 

Sinn – auch an der Wand schön

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Zur Zeit ist sie wieder erhältlich, die Wanduhr von Sinn Spezialuhren. Im Design des Modelles 857 ziert sie dekorativ Ihr Büro oder die Wohnung. Mit einem Durchmesser von 29,7cm hat sie die richtige Größe, um schnell noch eine Lücke an den Wänden zu finden.

Klar ablesbar ist sie sowieso, da dies zu den Grundvoraussetzungen gehört, um den Namen Sinn zu tragen. Mit einem Funkuhrwerk ausgestattet, zeigt sie bedienungsfrei die Zeit präzise an. Dank der „schleichenden Sekunde“ macht sie das auch so gut wie geräuschlos.

Das satinierte Metallgehäuse ist mit einem beidseitig entspiegelten Mineralglas versehen, so dass der Blick frei ist auf die deutlichen Zeiger und Ziffern. Die übrigens auch bei Dunkelheit gut zu sehen sind, da die Stundenindices, Ziffern, Zeiger und das Dreieck bei 12 Uhr nachleuchtend belegt sind.

Alles in allem eben eine Sinn-Uhr.

Preis: 360.- €

Näheres unter www.sinn.de

 

 

Michel Herbelin – Cap Camarat skelettiert

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Die Kunst des Weglassens wurde bei der Uhr mit technischer Finesse betrieben. Herausgekommen ist eine einerseits massive Stahluhr mit einem robusten und kräftigen Auftritt, die aber auch beinahe zart und fragil scheint. Der Blick auf das Zifferblatt geht an diversen Stellen ungehindert bis auf den Arm des Trägers.

Das Zifferblatt hat man bis auf die Indices gleich ganz weggelassen und hat das Werk darunter zum Vorschein gebracht. Aber auch hier sind genau berechnet einige Stellen ausgefräst worden, so dass der Blick in und durch das Werk fallen kann. Es ist gerade so viel vom Werk verblieben, dass die Stabilität erhalten blieb, aber man trotz allem ungewohnte Ansichten genießen kann.

Dazu hat man sich des Sellita SW-400 bedient, das hier präzise wie gewohnt „arbeitet“. Da skelettierte Uhrwerke gerne das Ablesen der Zeit verschleiern, sind kräftige Zeiger und Indices verwendet worden. Das Gehäuse mit dem integrierten Stahlband erinnert ein wenig an die 70er Jahre.

Es trägt sich sehr angenehm und ist Dank der Faltschließe mit seitlichen Drückern einfach zu bedienen. Mit 42mm im Durchmesser und 10,45mm in der Höhe ist die Uhr nicht klein, aber durchaus zeitgemäß. Vorne wie im Boden ist ein Saphirglas verbaut worden, was die Uhr nicht daran hindert, bis 10 bar Wasserdicht zu sein.

Cap Camarat, inspiriert von einem abenteuerlichen Ort im Süden Frankreichs, stilvoll an das Handgelenk projiziert für einen ausdrucksstarken Auftritt.

Preis 1995.- €

Näheres unter www.herbelin.de

 

 

 

Abeler & Söhne – AS 1089 schwarz und rot

Abeler AS3113Die beiden Farben sind im Motorsport gerne kombiniert, da sie sich ideal absetzen von einander. Der gute Kontrast setzt sich über die gesamte Uhr fort, der durch weiße Balkenzeiger und klare Linien optimal ergänzt wird.

Keine Schnörkel und konsequent im Stil. Das 40mm-große Gehäuse ist geschwärzt, wie auch das Zifferblatt gänzlich schwarz ist. Ein feiner roter Rahmen umkreist das Zifferblatt.

Ebenso ist der kleine Sekundenzeiger rot, während die restlichen Zeiger und Indices weiß sind. Die weiteren technischen Eckpunkte sind ein Schweizer Quarzwerk, ein Saphirglas und eine Abdichtung auf 3 bar.

Haben Sie den Sportwagen, dann habe ich die passende Uhr dazu.

Preise: 299.- €

Näheres unter www.abeler-soehne.de

 

 

 

Angebot von Privat - vom Flugfeld an das Handgelenk: Victorinox Alpnach

Sinn 856 1

Die Uhr lehnt sich im Design und Namen an den Hubschrauber Cougar AS 532, der von der Schweizer Luftwaffe vom Flugfeld Alpnach geflogen wurde.

Den vierblättrigen Rotor des Hubschraubers findet man im Sekundenzeiger wieder und das Design ist ansonsten militärisch. Kantig und dunkel, aber gut ablesbar und mit einem Rückstelldrücker, der sich flächig am Gehäuse anlegt.

Dennoch ist alles gut bedienbar und sieht dabei auch noch sehr gut aus.


Hier die Daten:

Sinn 856 1

Marke: Victorinox

Modell: Alpnach 241530

Gehäuse/Durchmesser: Stahl geschwärzt / 44 mm

Glas: Saphir

Wasserdichtigkeit: 10 bar

Band: Stahl geschwärzt

Werk/Zustand: Val. 7750 Automatikchronograph / gut

Sinn 856 1Zifferblatt/Zeiger: schwarz / schwarz und weiß

Kaufdatum: 2012

Zustand: gut, gebrauchsbedingte Kratzer

Besonderheiten: aufwändig gestaltetes Zifferblatt und Gehäuse

Zubehör: Box und Papiere

Wert: 1500.- €

 

 

Technik – kurz und knackig

 

Technik - die kurze Rubrik, die ein Bauteil Ihrer Uhr erklärt

Heute:  „Uhren einstellen per Krone“

Uhr rückwertsIn Anlehnung an die ersten Wand- und Standuhren, hat man auch die ersten Taschenuhren mit Hilfe eines Aufzugsschlüssels aufgezogen und gestellt. Diese Methode hat zwar gut funktioniert, aber man musste immer den kleinen Schlüssel parat haben und die Gehäuse mussten entsprechend konstruiert sein.

Das Gehäuse musste ja jedesmal geöffnet werden und so gelangte Schmutz leichter hinein. Auch wurden schon mal Zifferblatt und Gehäuse dabei beschädigt. Und so ersann Louis Audemars 1838 eine einfachere Methodik, die das Bedienen der Uhr per Krone ermöglichte. Mit der Krone konnte man nun die Zugfeder spannen, während man zum Stellen der Zeit die Funktion der Krone durch einen Schieber änderte.

Oft wurde dafür auch ein kleiner Drücker neben der Krone eingelassen. Diesen drückte man hinein und konnte dann erst die Zeit mit der Korne verstellen. Erst in den darauf folgenden Jahrzehnten wurde die Technik in der Art weiterentwickelt, wie wir sie noch heute kennen.

Dem Uhrmacher Jean Adrien Philippe, der mit seinem Partner Norbert Antoine de Patek die weltbekannte Uhrenmarke Patek Philippe gründete, ist diese Erfindung 1842 zugeschrieben. Am Anfang war sie noch einfacher und ohne das freie Zurückdrehen der Krone. Das kam ebenfalls durch Jean Adrien Philippe später dazu. Nun konnte man also die Zugfeder mit der Krone durch Vor- und Zurückdrehen spannen und nach dem Herausziehen die Zeit eistellen.